Pädagogischer Tag zum Thema „Unterrichtsqualität“ am 02.10.201

Während sich die Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums eines zusätzlichen Brückentags erfreuen konnten, traf sich das Kollegium am 02.10. zu einer ganztägigen kollegiumsinternen Fortbildungsveranstaltung, um gemeinsam über Unterrichtsqualität nachzudenken, Konzepte auszutauschen und zu entwickeln und so voneinander zu lernen.

Der Pädagogische Tag war dabei ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einem neuen Leitbild am Gymnasium Odenkirchen, was als längerfristig angelegter Prozess seit gut einem Jahr durch die Schulentwicklungsgruppe als Ziel verfolgt wird. Das Thema Unterrichtsqualität war in einer internen Erhebung als eins von sieben Themen genannt worden, das im Hinblick auf ein neues Leitbild wichtige Impulse zu geben versprach.

Zu Beginn des Pädagogischen Tages wurde das Ergebnis einer auf der letzten Lehrerkonferenz durchgeführten  Gruppenarbeit präsentiert, in der die Kolleginnen und Kollegen über die für sie wichtigsten Kriterien guten Unterrichts ins Gespräch und zu einer Einigung kommen sollten. Dabei schilderten die Beteiligten der acht Gruppen von einer großen Übereinkunft in den acht Gruppen, so dass sich in der Auswertung elf Kriterien herausschälten. Von den meisten Kolleginnen und Kollegen genannt wurden:

  • Gute Lernatmosphäre/gutes Lehrer-Schüler-Verhältnis (angstfrei, motivierend, freundlich, offen, altersgerecht)
  • Nachhaltiger und vertiefter Lernfortschritt/ Lernzuwachs der SuS/klare Sach- und Zielorientierung
  • Klare Strukturierung des Unterrichts
  • Abwechslungsreicher, flexibler Unterricht (Methodenwechsel, Themenwechsel, Arbeitsformenwechsel, Medieneinsatz)
  • Hohe Schüleraktivität
  • Selbstständigkeit, eigenständiges Arbeiten und Problembewusstsein bei SuS fördern
  • Transparenz bzgl. Thematik, Ablauf, Notengebung

Danach überlegte das Kollegium gemeinsam in fachübergreifenden Arbeitsgruppen, welche konkreten Maßnahmen und methodischen Möglichkeiten jeder Einzelne nutzt, um diese Kriterien zu erfüllen. Anschließend wurde in Fachgruppen ganz konkret daran gearbeitet, die eigenen bzw. auch neu kennen gelernten Methoden an exemplarischen Beispielen aus dem eigenen Fach anzuwenden.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden dann die Ergebnisse auf Pinnwänden in Form eines Galeriegangs präsentiert, wobei jeweils ein Gruppenmitglied die eigenen Ergebnisse erläuterte und die Kolleginnen und Kollegen in einen intensiven Austausch mit verschiedenen Fächern, aber auch ganz unterschiedlichen Formen der Verwirklichung guten Unterrichts traten.

Als ein weiteres wichtiges Kriterium für guten Unterricht wurden daran anschließend noch zwei Methoden zur Evaluation des eigenen Unterrichts durch Schülerinnen und Schüler sowie im kollegialen Austausch vorgestellt, SEFU (Schüler als Experten für Unterricht) und EMU (Evidenzbasierte Methoden der Unterrichtsentwicklung).

Der Pädagogische Tag endete dann mit einem Austausch über den Stand der Schulentwicklung am Gymnasium Odenkirchen. Hier wurde durch einen Teil des Kollegiums kritisch nachgefragt, inwiefern die Beschäftigung mit Unterrichtsqualität wirklich zielführend im Hinblick auf ein neues Leitbild sei, ebenso wurde darauf hingewiesen, dass es im Augenblick Themen gebe, die das Kollegium dringender beschäftigten, wie z.B. der Wechsel von G8 zu G9. Auch die große Arbeitsbelastung der Kolleginnen und Kollegen durch z.B. das Externenabitur wurde angeführt, warum eine Beschäftigung mit der Qualität des eigenen Unterrichts nicht das drängendste Problem sei, zumal die QA hier gute Ergebnisse bescheinigt habe.

Bei der abschließenden Evaluation zeigte sich aber neben diesen kritischen Tönen auch eine breite Zustimmung des Gesamtkollegiums zur Arbeit des Pädagogischen Tages bzw. zur Entwicklungsarbeit am Gymnasium Odenkirchen.

Bericht: Stefan Holl

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