Einladung zum Sommerkonzert in der Aula am 27. 6. um 19 Uhr

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Eine Welt – zwei Wirklichkeiten

Wir laden herzlich ein zur diesjährigen Eigenproduktion des Literaturkurses der Q1.
Freuen Sie sich auf ein Theaterstück voll Phantasie, harter Realität und verrückter Turbulenzen!
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Exkursion der 5. Klassen ins Rheinische Braunkohlerevier

Am 19. Juni war es endlich so weit… 44 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 machten sich auf “in’s Gelände”, wie es so schön in der Geographie heißt: Die Fahrt führte die Gruppe zunächst nach Grevenbroich in’s Info-Center des Tagebaus Garzweiler. Dort erhielten die GymnasiastInnen zunächst spannende Informationen über die Entstehung der Braunkohle und die Abbauweise mit Baggern, Förderbändern und Absetzern. Natürlich wurde auch auf die negativen Folgen der Förderung (CO2-Ausstoß, Umsiedelungen etc.) eingegangen. Hochmotiviert, die größten beweglichen Maschinen der Welt jetzt endlich einmal live zu sehen, wurde die Reise fortgesetzt mit einer Fahrt durch den Tagebau Garzweiler. An einem ausrangierten Bagger bot sich ausgiebig Gelegenheit für Selfies, aber auch für ein Gruppenfoto. Nach dem Besuch des Skywalks, einer Aussichtsplattform, der Überfahrt über die neue Autobahn 44 und die Inaugenscheinnahme der Rekultivierung ging es wieder zurück zum Anfangspunkt. Da die Gruppe sich äußerst interessiert zeigte und fleißig mitarbeitete, hatten sie sich – nach einer kurzen Fahrt – ihre Pause am Tagebau Hambach bzw. am Forum Terra Nova redlich verdient. Einige Seilbahnabfahrten, Panorama-Ausblicke und Pommes später stand der letzte Teil der Exkursion an: die Begehung von Alt-Manheim, einem Ort, der im Jahr 2022 endgültig vom Erdboden verschwunden sein wird. Also machten sich die SchülerInnen auf, die leerstehenden Häuser und den schleichenden Verfall des einst 1700-Einwohner-zählenden Dorfes zu bestaunen. Viel Wert wurde von den betreuenden Lehrern darauf gelegt, dass sich die FünftklässlerInnen in die Situation der ehemaligen BewohnerInnen hineinversetzten. Die Stimmung bewegte sich deshalb irgendwo zwischen Faszination und Bedauern. Alles in allem also ein Tag, der noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Exkursion wird nun als jährliche Fahrt allen zukünftigen 5. Klassen geboten, denn auch unter dem nicht einmal 10 km von der Grube entfernten Gymnasium Odenkirchen lagert reichlich Braunkohle, die “zum Leidwesen” einiger SchülerInnen jedoch niemals abgebaut werden wird.

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“Sie waren unsere Nachbarn” – Geschichtskurse auf Exkursion in Köln

Berichte über die Exkursion zum EL-DE-Haus der neunten Klassen

 

Am 09.05.2018 trafen sich alle Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen mit ihren Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrern am Bahnhof in Odenkirchen. Ziel der Exkursion war das EL-DE-Haus in Köln. Hier beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Thematik „Jugend im Nationalsozialismus“ in Form eines Workshops oder mit einer Stadtteilführung durch Köln-Ehrenfeld. Nachdem sich alle Klassen in den letzten Wochen mit der Thematik des Nationalsozialismus beschäftigt hatten, bot diese Exkursion die Gelegenheit, Vergangenes nicht nur im Schulunterricht und im Schulbuch, sondern vor Ort sichtbar zu machen. Zwei Berichte aus der 9c geben den Eindruck der Schülerinnen und Schüler zu diesem Tag wieder:

 

 

Sie waren unsere Nachbarn – eine Exkursion zum EL-DE-Haus Köln

 

Die Exkursion der neunten Klassen des Gymnasiums Odenkirchen in das EL-DE Haus in Köln, eine ehemalige Gestapodienststelle, am 9. Mai 2018 hat viele Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrer sehr bewegt. Ein Bericht vom Workshop…

 

Kurz nach zwölf Uhr. Nach einer ziemlich überfüllten Zugfahrt standen wir endlich im EL-DE-Haus. Besonders einladend wirkte es nicht. Betonwände, wohin man sah, ein paar Informationsbroschüren. Eine nette Dame führte uns in einen der Räume, stellte sich vor und begann mit den Regeln. Regel Nummer eins: Fragen stellen ausdrücklich erwünscht! Das machte die ganze Sache für die Meisten deutlich interessanter; ein neugieriges Gemurmel ging durch den Raum. Und wie sich später herausstellte, hat die Möglichkeit, Fragen stellen zu dürfen, viel zum Verständnis dieses dunklen Kapitels beigetragen.

Nun ging es erst richtig los, zunächst mit einer Führung durch die ehemalige Gestapozentrale. Als erstes gingen wir eine enge Treppe mit niedriger Decke und einigen alten Rohren hinunter, die uns geradewegs zu den früheren Zellen der Inhaftierten führte. Ein ziemlich beengendes Gefühl, besonders für große Menschen wie meine Wenigkeit. Und ich hätte mir lediglich den Kopf angehauen. Die Menschen, die hier herunterkamen, wurden meist von den Wachleuten die kalten Steintreppen hinunter geschubst und landeten auf dem harten Boden, oft verletzt. Noch beklemmender wurde dieses ohnehin schon mulmige Gefühl dann, als wir an den engen, winzigen Zellen ankamen. Ganz schön eng dort drin. Mit circa 15 Personen passte man schon kaum dort hinein. Kaum vorstellbar, dass ungefähr doppelt so viele Menschen dort drin gefangen waren. Zu wenig Platz, um sich hinzulegen, keine Möglichkeit, zu schlafen; eine durchdringende Dunkelheit, die einem jede Orientierung raubte. Die reinste Folter. Auf einem Schild stand die Überschrift „Wände, die sprechen können“. Nun, das konnten sie wirklich. In fast jeder Zelle fanden sich Notizen der Gefangenen, meist selbst gezeichnete Kalender oder Listen, um wenigstens eine kleine Orientierung zu haben, um beschäftigt zu sein, um nicht den Verstand zu verlieren. Oft aber auch Nachrichten an die Hinterbliebenen oder auch politische Statements bis hin zu wüsten Beschimpfungen, um der Angst, der Verzweiflung Raum zu geben. Unsere Museumsführerin erzählte uns von einem Jungen, der nur durch einen winzigen Spalt in der Wand mit seiner Mutter sprechen konnte, so klein, dass er sie vermutlich nicht einmal berühren konnte.

Weiter ging es durch viele weitere Räume, deren jeweilige Funktion uns auch mithilfe vieler Bilder erklärt wurde. Besonders gefesselt hat viele der zunächst unscheinbare Innenhof des Geländes, auf dem damals immer wieder Hinrichtungen stattfanden. Heute würde niemand mehr auf die Idee kommen, dass an der Stelle, wo wir gestanden haben, Menschen getötet wurden, und das am helllichten Tag, so dass die Angestellten der Zentrale es aus ihren Fenstern sehen konnten, die Menschen auf der Straße die verstummenden Schreie hören konnten. Alle wussten, was dort vor sich ging. Niemand unternahm etwas dagegen aus Angst, selbst hingerichtet zu werden. Eine Mitschülerin fragte die Dame, die uns gutmütig herumführte, ob in dem Haus, das direkt neben dem NS-Dokumentationszentrum lag, jemand wohnen würde. Sie nickte. Ein ziemlich unheimlicher Gedanke, wenn man bedachte, was hier geschehen war.

An die Führung schloss sich der Workshop an. Dieser fand in einem ziemlich interessanten Raum statt, der zu den anderen Räumen nicht gegensätzlicher hätte sein können. An einer Wand hingen die unterschiedlichsten Möbel: Schränke, Kisten, Regale, Standuhren, Spiegel, Stühle, Lampen. Von der Decke hingen die unterschiedlichsten Gegenstände: Teetassen, Schulranzen, Hüte, Brettspiele. Und an der gegenüberliegenden Wand waren schließlich Kurbeln angebracht. Wenn man an ihnen drehte, kamen einige der Gegenstände von der Decke runter gefahren. Unsere Aufgabe war es, mithilfe verschiedener Zahlencodes Schlösser an den Möbelstücken, die an einer der Wände hingen, zu öffnen und so Stück für Stück an verschiedene Gegenstände zu gelangen. Wer vorher noch nicht wusste, was ein Brettspiel, ein Lederarmband und ein Stück Kreide miteinander zu tun hatten, gelangte so Schritt für Schritt an eine Person, die entweder vom Holocaust betroffen war, sich dagegen einsetzte oder den Nationalsozialismus zunächst gut fand. Fast jede dieser Personen vollzog einen Lebenswandel, der meist etwas mit einem der Gegenstände zu tun hatte. Meine Gruppe beispielsweise beschäftigte sich mit einem jungen Mann, der sich von der Hitlerjugend abgewandt hatte, um ein Edelweißpirat (Mitglied einer bestimmten Widerstandsgruppe) zu werden. Die Kreide war wichtig für ihn, denn mit ihr schrieb er „EP Ahoi“ an die Wände, als Zeichen für die Edelweißpiraten. Aus den gesammelten Informationen wurden später Vorträge erarbeitet, die dann dem Plenum vorgestellt wurden.

Insgesamt war die gesamte Exkursion für viele ein prägendes Ereignis, von dem wohl jeder etwas mit nach Hause genommen hat. Fast alle haben nach diesen Tag ein bisschen mehr darüber nachgedacht, was hier in Deutschland vor über 70 Jahren geschehen ist. Wer jetzt ein Stück Kreide in der Schule sieht, denkt vielleicht an den jungen Widerstandskämpfer, der sich gegen den Nationalsozialismus aufgelehnt hat. Und dieses Bewusstsein ist auch sehr bedeutend für uns alle, damit wir dieser Grausamkeit keinen Raum in unserer Gesellschaft bieten. Wie sagte der Holocaust-Überlebende Max Mannheimer einmal so schön? „Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah, aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“

 

(Amelie Klauth, 9c)

 

Unsere Exkursion zum EL-DE-Haus

 

Die Exkursion startete damit, dass wir mit dem Zug nach Köln gefahren sind. Als wir ankamen, hatten wir ungefähr eine Stunde Zeit Köln in Dreier-Gruppen zu besichtigen. Danach haben wir uns mit unserem Lehrer getroffen, um zu unserem Teil der Exkursion weiterzufahren. Ich war in der Gruppe, die eine „Besichtigungstour“ durch Köln gemacht hat, um das Leben der zu der Zeit des Zweiten Weltkriegs lebenden Bevölkerung nachzuvollziehen. Wir hatten mehrere Stopps bei der Tour, bei der unsere Leiterin die dazugehörende Geschichte erzählte. Mal waren wir an einem Bunker, mal an einem ehemaligen jüdischen Laden. Und das „Vor-Ort-Sein“ hat der Tour eine besondere Atmosphäre verliehen, denn als man sich bewusst gemacht hat, dass man z.B. an der Stelle steht, an der mal Widerstandkämpfer hingerichtet wurden, die gegen Hitler und den Nationalsozialismus gekämpft haben, kam mir eine Gänsehaut.

Doch der Besuch des EL-DE-Hauses legte noch eins drauf: Ein Haus, das zu einem normalen Büro werden sollte, wurde von der Gestapo als Sitz benutzt. Das Schlimmste waren die Gefängniszellen, die die Gestapo im Keller errichtet hatte, in denen sich die Gefangenen quetschen mussten. Bis zu 30 Menschen teilten sich eine Zelle. Es gab sehr viele Wandzeichnungen, es war kalt und es muss der reinste Horror gewesen sein, dort eingesperrt zu werden. Ich selbst kann mir nicht vorstellen, so etwas durchzuhalten.

Abschließend kann man sagen, dass die Exkursion etwas Besonderes war, da wir einen Einblick in die damalige Zeit bekommen haben. Ich kann diese Tour weiterempfehlen, jedoch sollte man sich mit Ausdauer und Sonnencreme (bei 30 Grad Außentemperatur) ausstatten, da die Tour eine längere Zeit in Anspruch nimmt.

(Marcel Niewrzoll, 9c)

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Die “Fischzenturie”

Die Idee dafür hatte ich schon in der Grundschule. Warum könnte man nicht einfach eine römische Zenturie nachbauen? Schon da konnte ich Origami-Fische falten, und da sie einfach waren und stehen konnten, faltete ich eine Menge Fische. Neulich in der Schule sahen wir uns einen Film über die Varusschlacht an. In dem Film wurden alle drei Legionen aus einzelnen Playmobilfiguren nachgestellt. Am Ende des Filmes redeten wir eine Weile über die   nachgestellten Legionen. Irgendwann machte ich den Vorschlag, dass ich die Fische, die etwa für eine Zenturie reichten, mitbringen könnte. Frau Getz, meine Lateinlehrerin war, einverstanden. Bei der nächstmöglichen Gelegenheit brachte ich meine Fische als Zenturie mit und präsentierte sie. In der nächsten Pause wollten einige meiner Mitschüler, dass ich ihnen zeige, wie man die Fische faltet und Johan und Tim boten mir sogar an, mir zu helfen, falls ich noch mehr Fische falten wollte. Bei diesem Angebot überlegte ich mir, dass wir noch mehr Fische falten könnten. Wir verabredeten uns und falteten noch unglaublich viele Fische. Daraus bauten wir noch eine Zenturie und hatten immer noch etwa 150 Fische übrig. Wir wollten nämlich aus den Zenturien noch größere Gruppen zusammensetzen…

Oskar Althoff

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Präsentationstag der Drehtür-AG 2018 am Gymnasium Odenkirchen

Hiermit wollen wir, die Teilnehmer und Paten des Drehtürprojekts, ganz herzlich alle Interessierten am Freitag, den 22. Juni 2018um 16:00 Uhr in unsere Aula einladen.

Es ist wieder einmal soweit, der Präsentationstag der Drehtür-AG steht sozusagen vor der Tür. Und auch in diesem Jahr warten wieder viele interessante Themen auf Sie. Das Themenspektrum ist wieder sehr breit: So können Sie dieses Jahr zum Beispiel etwas über Flugzeuge, die finnische Sprache und auch etwas über Gen-Scheren erfahren (Und wenn Sie nicht wissen was eine Gen-Schere ist, dann kommen sie doch einfach zum Präsentationstag …).

Dieses Jahr haben wir insgesamt 12 Teilnehmer/innen aus den Jahrgangsstufen 8 und 9, die nun ein halbes Jahr an den Projekten gearbeitet haben.

Und wenn nun Ihr Interesse geweckt ist und Sie mehr erfahren wollen, dann kommen Sie doch am 22. Juni um 16:00 zur Präsentation in die Aula. Hierzu sind alle- nicht nur Lehrer und Eltern – herzlich eingeladen!

Wir freuen uns auf Sie!

(Alexander Hermesmeier, Q1, Pate des Drehtürprojekts 2018)

 

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50 Jahre Abitur – Türen in die Vergangenheit

50 Jahre war es her, dass inzwischen mehr oder weniger gealterte Herren am Gymnasium Odenkirchen ihr Abiturzeugnis erhalten hatten. Sicher war dieses Papier wichtig: als Anerkennung einer besonderen Leistung, für unermüdliches Durchstehvermögen, der Einstieg in das Berufs- und Privatleben. Doch wohl wichtiger waren die Jahre vor dem Abitur. Für viele war es eine G8-Erfahrung, für wenige ein  G9-Durchlauf. Kurzschuljahre wegen der Umstellung  auf ein geändertes Schuljahresende von Ostern auf den Sommer waren dafür ausschlaggebend gewesen. 

Schulleiter Bernhard Spaniol  öffnete für uns mit seinem Team (seine Nachfolgerin Frau Ariane Nübel und Stellvertreter Herr Ulrich Bünstorf) die Schultüren, die uns vor allem im altehrwürdigen Altbau von außen noch bekannt waren und uns noch einmal in die Vergangenheit führten.  Allerdings hatte sich in einigen Fällen das Innenleben grundlegend geändert. Da gab es einen Raum, in dem Jugendliche in einer Gruppe ein Projekt ihrer Wahl selbstständig bearbeiten konnten. Dazu hatten sie natürlich Rechner zur Verfügung, aber auch eine Begleitperson, die –wenn nötig- Hilfestellung geben konnte. Das Projekt blieb nicht geheim, sondern wurde vor Mitschülern und Eltern veröffentlicht. So viel Selbständigkeit gepaart mit öffentlichem Interesse an Schülerleistungen hatte es zu unserer Zeit nicht gegeben. Im Neubau beeindruckten vor allem die naturwissenschaftlichen Räume mit ihrer Ausstattung, die den Jugendlichen ebenfalls viel Selbstständigkeit boten und dem pädagogischen Personal einen interessanten Unterricht ermöglichte. 

Aber uns interessierte an diesem Tag doch mehr der Altbau. Wir wollten wissen, was hinter diesen Türen steckte, die von außen kaum anders aussahen als zu unserer Zeit. Schulleiter Bernhard Spaniol hatte sich im Gegensatz zu unserem damaligen Direktor Dr. Brauer seinen Stellvertreter Ulrich Bünstorf in die unmittelbare Nähe geholt. Teamarbeit ist der Hintergrund für eine solche Entscheidung.

Nun endlich erfuhren wir auch, was Dr. Brauer, unser immer verständiger und von allen geachteter Direktor, für viele von uns getan hatte. Eigentlich sollte er die Schule auf der Höhe in der Versenkung verschwinden lassen, also schließen. Stattdessen nahm er viele Knaben auf, die vielleicht an anderen damaligen Bildungsanstalten keinen Einlass gefunden hätte. Das Gymnasium Odenkirchen platzte dadurch aus den Nähten und etliche durften an diesem Besuchstag zum 50. Abiturjubiläum zum Abschied noch eine Ehren-Urkunde in Empfang nehmen.

Aber bis dahin  nahm sich Schulleiter Bernhard Spaniol noch viel Zeit für uns. Die nächste Tür weckte nach dem Öffnen wieder Erinnerungen. Es war die alte kleine Sporthalle, die sich vom Innenleben her kaum verändert hatte. Dort fand ein schulinternes Basketball-Turnier statt, zu dem sich eine Klasse beim Aufwärmen Hilfe in der Mao-Bibel (Vorboten der 68er) gesucht und für ein Spiel auch erhalten hatte. Die Mao-Bibel wurde eingezogen, das nächst Spiel ging verloren. 

Unseren Physiksaal, der bestens in den Film „Die Feuerzangenbowle“ gepasst hätte, fanden wir nicht mehr vor. Dort ließ Herr Strömer nicht nur Autos zu Messzwecken flitzen, sondern unser Französischkurs wurde von Herrn Schmitz im besten Deutsch mit der dritten Fremdsprache vertraut gemacht.  Nachdem ihm junge Pädagogen folgten, wurde das Schülerleben schwieriger, aber letztlich vom späteren Können her erfolgreicher.

Im Dachgeschoss des Altbaus waren noch immer die kleinen Räumchen vorhanden, in denen früher unter Leitung des Odenkirchener Künstlers Jordan eifrig mit Ton gearbeitet wurde. Kleine Tellerchen, Igel und Schweine musste sorgfältig aus dünnen Tonschlangen gedreht und dann sorgfältig mit einem Klopfholz geglättet werden. Natürlich hatte auch Herr Jordans ein Klopfholz, das ab und zu leicht auf dem Hinterkopf eines Schülers landete, um das Denkvermögen und die Arbeitsleistung zu steigern. Beschwerden gab es übrigens nie, denn die Zöglinge waren sich immer der eigenen Schuld bewusst. Aufgeregte Eltern gab es damals ebenfalls nicht, obwohl aus heutiger Sicht sicherlich dazu das eine oder andere Mal Gelegenheit bestanden hätte. 

Auf den Abschluss des Rundgangs hatte sich viel von uns besonders gefreut, denn alle wollten wissen, ob die Aula noch in ihrem ehemaligen Zustand vorhanden war. War sie in aller ihrer Fensterpracht. Da wir sie aus luftiger Höhe betrachten durften, wurden wir vom Schulleiter wohl mit einer Neuerung vertraut gemacht: einer Feuerleiter, die bei Brand als Fluchtweg zu nutzen war und kerzengerade in den Raum ragt. Das Angebot, diesen direkten Weg in die Aula zu nutzen, hätten wir sicher früher sofort angenommen, verzichteten aber darauf mit Rücksicht auf unser doch schon fortgeschrittenes Alter.

Nach so viel Laufleistung, Informationsauf- und abgabe hielt die Schulleitung nicht nur kalte Getränke, Tee, Kaffee und Kuchen bereit, sondern nahm sich weiter Zeit, sich mit uns zu unterhalten. Einige von uns hatten ihr Lebensglück im Schuldienst gefunden, drei lehrten als Professoren an Hochschulen, Zahnärzte und Techniker hatte dabei viel zu erzählen. Unsere ehemaligen Lehrer hätten sich sicher über und mit uns gefreut. Uns war das abends beim Treffen im Rheydter Ratskeller nur von zwei ehemaligen Lehrern vergönnt: Herr Kaldorf und Herr Bickel.

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Frisch gestrichen!

Marc-Peter Althoff, Guido Quiram, Jochen Pohl, Burkhard Weltermann und Hans-Georg Lehnen-Schmitz haben das Schmuckstück neu lackiert!

Vielen Dank dafür!

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DIGI CAMP!

Vom 14. bis zum 16. Mai war das Gymnasium Odenkirchen erstmalig  Gastgeber eines DIGI CAMPs:

Alle Schülerinnen und Schüler der 8.
Jahrgangsstufe beschäftigten sich im Rahmen dieser durch den
TÜV-Rheinland unterstützten und von der BARMER-Krankenkasse ermöglichten
Workshop-Veranstaltung intensiv mit Fragen, die sich aus der digitalen
Lebenswirklichkeit der Heranwachsenden ergeben: Wie nutze ich
verantwortungsvoll und datenschutzbewusst die angesagten
Social-Media-Angebote? Wie bewege ich mich sicher im Netz (z.B. in Bezug
auf Hacking)? Wie bleibe ich trotz der (vielen) Zeit am Bildschirm
gesund und vital? Daneben standen aber auch Crash-Kurse auf dem
Programm, die sich mit neuen kreativen Anwendungen beschäftigten:
Workshops wie „YouTube – Broadcast Yourself“, „Music in the Box“,
„Prezi: Powerpoint war gestern“ und „Smart Photography“ brachten einen
willkommene Abwechslung vom (noch meist analogen) Unterrichtsalltag.
Ebenso fand am ersten Tag eine Informationsveranstaltung für die Eltern
unserer Schülerinnen und Schüler statt, auf der die Erziehungsberechtigten von sachkundiger Seite über Chancen und Risiken der modernen Mediennutzung geschult wurden. Dass das DIGI CAMP ein voller Erfolg war, zeigte sich auch in der abschließenden Evaluation: DC_Präsi_OG.
Damit ist klar: Nächstes Jahr wünscht sich die Schule wieder ein DIGI
CAMP! Die Schule bedankt sich an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei
den Sponsoren, Dozenten und der Medienagentur BG 3000 für die
hervorragende Arbeit.<<

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Scheckübergabe an die action medeor

Am Mittwoch, dem 16.05., überreichte die SV einen Scheck über 450,- Euro an die action medeor. Das Geld ist bei der Kuchenaktion im April zusammen gekommen.

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